Sonntag, 5. Oktober 2014

Fanweekend 2014 - Lego Ideas Auswahl Prozess und Einblicke

Das diesjährige Fanweekend bot neben Ausstellung, AFOL Abend, Netzwerken u.v.m. auch eine Reihe von Workshops bzw. Präsentationen.

Am Beispiel des Ideas Set #007 Exo Suit von Fan Designer Peter Reid und Senior LEGO Designer Mark Stafford wurden Auswahlprozess und Setdesign vorgestellt.

Davia Staneikaite Naldal, die Leitende Managerin für LEGO Ideas, stellte zuerst den Review Prozess vor.

Zunächst müssen, wie allgemein bekannt, mindestens 10.000 Unterstützer für eine Idee zusammenkommen. Wenn diese Hürde geschafft ist, beginnt der LEGO interne Begutachtungsprozess.

An diesem Prozess nehmen die verschiedenen Stakeholder im Unternehmen teil - u.a.:
- Designabteilung
- Marketing
- Einkauf
- Brand Management
- Portfolio Management
- IP Partner (falls eine Lizenz erforderlich ist)
- ...
Bei der Auswahl müssen verschiedene Kriterien in Erwägung gezogen werden:
- Passt das Produkt zur Marke?
- Wie sind die Bespielbarkeit und der Bauspass?
- Läßt sich das Produkt verkaufen? Wird das Set etwa zu teuer?
- Passt das Produkt zum sonstigen Portfolio und zu der Lizenzstrategie?
- Welche Altersgruppe wird angesprochen?
- Welches Marktportential hat das Set?
- Welche Distributionskanäle eignen sich?
- Wie komplex ist die Herstellung - werden z.B. neue Teile, Sticker oder Drucke benötigt?

Ist die Entscheidung gefallen, beginnt die Umsetzung.

Bis zum Erscheinen des fertigen Sets durchläuft die Entwicklung fünf Phasen. In Phase 1 wird das Projekt gestartet, und in Phase 2 wird der Business Case bestätigt. Darauf folgt in Phase 3 die Festlegung des Designs des endgültigen Produktes und anschließend wird die Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie festgelegt. Schließlich wird der Produktionsplan erstellt.

Wie lange ein Ideas Set verfügbar ist, hängt davon ab, wie gut die Planung war. So wird in der Umsetzungsphase u.a. die Produktionszahl festgelegt. Für den Exo Suit kalkulierte man anfänglich mit nur 90.000 Exemplaren. Dann wurde der Verkauf jedoch befeuert durch "Co-development" und "Crowdsourcing", dem Lego Movie (und seinen Classic Space Themen), Postern, Blog und Social Media Einträgen, Wettbewerben und einem eigenen Animationsfilmchen. So wurde schon in der Planungsphase schnell deutlich, dass die Stückzahlen erhöht werden müssen. Am Ende plante man mit fast dem Doppelten - 165.000 Sets.

Hier noch ein paar interessante Links zu LEGO Ideas:
Interessantes Slide-Deck zu LEGO IDEAS
Infos im LEGO IDEAS Blog
Eines von vielen Ideas Projekten dessen Unterstützung sich lohnt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen